Om mig

„Jag tar en Bild“ – Ich nehme ein Foto

Das ist die Leitlinie für meine Arbeit mit der Kamera, denn auf schwedisch “schiesst” man kein Foto, man nimmt ein Foto. Nimmt man ein Foto, dann nimmt man auch etwas Persönlichkeit auf – deswegen steht für mich als Schwedin die Persönlichkeit, der Mensch vor der Kamera an erster Stelle. Die Fotos sind Aufnahmen von Momenten, die sich Menschen in der Zukunft anschauen, um eine Reise „zurück in die Vergangenheit“ anzutreten.

Bevorzugt arbeite ich mit Naturlicht, setze aber Requisiten und Kunstlicht dann ein, wenn es das Aufnahmeszenario erfordert. Jemanden zu fotografieren bedeutet ja mehr als „nur“ auf den Auslöser zudrücken, deshalb ist Fotografie für mich Teamarbeit.
Um allen Anforderungen zwischen Kunden, Agenturen & und den Bedingungen vor Ort gerecht zu werden, arbeite ich mit einem erfahrenen Team.

Mein Betätigungsfeld umfasst Portrait- Hochzeits- Werbungs- und Eventfotografie. Ich bin deshalb viel unterwegs und lebe und arbeite sowohl in Deutschland als auch in Schweden.

Meine Ausbildung erfolgte an den anerkannten schwedischen Fotoschulen von ‚Fotografieschule Småland/Gamleby‘ und ‚Fotografieschule Gotland/Hemse‘ als auch bei schwedischen Modefotografen.
Fotografie schule Småland/Gamleby
http://gamlebyfolkhogskola.se/utbildning/fotograf-reklam-och-magasin

Fotografie schule Gotland/Hemse
http://www.gotland.fhsk.se


Interview mit Lena Svanold
In Filmen und Büchern haben sich schwedische Autoren stilistisch prägend & international durchgesetzt. Gibt es in der Fotografie auch sowas wir eine schwedische oder skandinavische Fotoästhetik ?
Der „skandinavische Stil“ wird als klar und rein beschrieben, ohne Schnörkel auf den Punkt gebracht, und zuweilen als etwas melancholisch. Für schwedischen Fotografen steht der Mensch an sich im Mittelpunkt..

Wer gehört für Sie zu den momentan prägenden Fotografen aus Schweden ?
Um einige zu nennen: Denise Grünstein, Elisabeth Toll, Julia Hetta, Martina Hoogland Ivanow

Ihre Bilder strahlen diese skandinavische Ästhetik aus – wurden Sie von dem Stil geprägt ?
Eine Prägung (lacht) möchte ich da nicht ausschließen – denn die Zeit ist für uns Schweden zu kostbar, um sie mit unnötigem Ballast und Schnörkel zu beladen. Mir ist das Wesen im Menschen wichtig, seine Essenz.
Das Fotografieren hat viel mit Gefühl zu tun: Die Menschen sollen sich sicher bei mir fühlen … als Modell sollte man locker und „Ich selber sein“.

Wie geben Sie den Leuten das Gefühl der Sicherheit?
Der Schlüssel liegt im persönlichen Kontakt und in der Zusammenarbeit im Team. Jeder im Team ist ein ausgewiesener Spezialist, deswegen kann sich jeder von uns ganz auf seine Arbeit konzentrieren.
Für mich bedeutet das: Ich kann meine Kraft ganz in das Fotografieren stecken und übergebe die anderen Arbeiten an das Team.

Welche Rolle spielt Kamera- und Lichttechnik für Sie ?
Technik unterstützt, aber sie sollte nicht im Vordergrund stehen. Aus diesem Grund fotografiere ich gerne im Naturlicht, denn grelle Studiolampen vertreiben oft jede Natürlichkeit – und die ist mir wichtig.
Wenn es die Umstände erfordern, setze ich Kunstlicht so behutsam wie möglich ein; besser ist es jedoch, die Zeit oder auch die Location anzupassen.

Führen Sie bei Ihren „Sets“ gerne Regie ?
Jeder Mensch ist sein eigener Regisseur – er hat seinen natürlichen Bewegungsablauf, seinen natürlichen Ausdruck – dahin bringe ich die Menschen mit Gesprächen aber auch Anweisungen. Bei Modells führe ich Regie.

Haben Sie ein Geheimnis … das in Ihrer Arbeit steckt ?
Ja. Ich bin einfach da.